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 Brachyspira hyodysenteriae (Schweinedysenterie)

Die Dysenterie zählt in Schweinemastbeständen weltweit zu den am häufigsten auftretenden und verlustreichsten infektiösen Erkrankungen. Von der Dysenterie betroffen sind meistens Tiere im Bereich der Ferkelaufzucht und Schweinemast mit einem Gewicht zwischen 15 und 70 kg, seltener Zuchttiere. Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 10-14 Tage. Die Erregerausscheidung beginnt bereits zwei Tage nach der Infektion über den Kot. Die ersten klinischen Anzeichen sind Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und oftmals auch weicher, hellgefärbter Kot. Fieber tritt selten auf. Bei schwerem Verlauf sind jedoch die auffälligsten Zeichen zementfarben-breiiger bis schleimig-blutiger Kot sowie durch die schnelle vollständige Darmentleerung eingefallene Flanken. Bis zu 90 Prozent der Schweine erkranken. Die Verluste sind abhängig von Vorerkrankungen, Altersgruppe und dem Zeitpunkt der Behandlung. Sie können aber zwischen 10 - 60 Prozent liegen. Die Tiere verenden infolge starker Schwächung und Dehydratation (Flüssigkeitsverlust). Der Tod erfolgt durchschnittlich fünf Tage nach Einsetzen der klinischen Erscheinungen. Experimentelle Infektionen haben gezeigt, dass es sich bei der Schweinedysenterie um eine synergistische Infektion zwischen Brachyspira hyodysenteriae und anderen anaeroben Erregern (Fusobacterium necrophorum, Clostridium perfringens) oder Erregern wie E. coli oder Campylobacter jejuni handelt. Da Brachyspira hyodysenteriae für die Entstehung der sichtbaren Schäden im Darm unentbehrlich ist, gilt dieser Keim als Haupterreger, obwohl er allein keine Veränderungen verursacht. Der direkte Erregernachweis erfolgt in der PCR aus Kot, Kottupfern oder Darmschleimhaut.

 

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